Dieses Webinar richtet sich an Menschen, die kollektives Verhalten nicht nur beschreiben, sondern verstehen möchten. Im Zentrum steht die Frage, weshalb Massen oft anders handeln als Individuen und welche inneren Entwicklungsfaktoren dabei eine Rolle spielen. Dabei werden psychologische Erkenntnisse mit biologischen Erklärungsmodellen verbunden.
Inhalt / Fokus
Massenphänomene prägen gesellschaftliche Entwicklungen, politische Entscheidungen und alltägliche soziale Prozesse. Dennoch bleibt häufig unklar, warum Menschen in Gruppen Entscheidungen treffen, die sie individuell so nicht treffen würden.
Ausgehend von entwicklungspsychologischen und biologischen Ansätzen widmet sich das Webinar folgenden Themen:
- Wie entstehen typische Verhaltensmuster in Massen?
- Welche Mechanismen führen dazu, dass individuelles Urteilsvermögen zugunsten von Konsens zurücktritt?
- Welche Rolle spielt die individuelle Reifeentwicklung im Verhalten von Gruppen?
- Welche Erkenntnisse liefern die empirischen Studien von Lawrence Kohlberg zur Moralentwicklung?
- Wie lassen sich unterschiedliche Handlungsspektren gesellschaftlicher Gruppen erklären?
- Inwiefern kann die Kenntnis der fünf Naturgesetze helfen, Reifeverzögerungen einzuordnen?
Ziel ist es, Massenverhalten nicht moralisch zu bewerten, sondern strukturell zu verstehen. Dadurch wird nachvollziehbar, weshalb bestimmte Dynamiken immer wieder auftreten und warum sie sich oft als erstaunlich stabil erweisen.
Format & Struktur
- Live-Online-Webinar
- Theoretische Einordnung mit anschaulichen Beispielen
- Raum für Verständnisfragen
- Vorbereitungsmaterial erforderlich
Vorbereitungshinweis
Für dieses Webinar steht Vorbereitungsmaterial zur Verfügung, das grundlegende Begriffe und Zusammenhänge erläutert. Die vorherige Auseinandersetzung damit ist wichtig, um die dargestellten Modelle und Schlussfolgerungen sinnvoll nachvollziehen zu können und eigene Fragen gezielt zu formulieren.
Für wen ist dieses Webinar geeignet?
- Menschen mit Interesse an gesellschaftlichen und psychologischen Dynamiken
- Teilnehmende, die Massenphänomene tiefer einordnen möchten
- Personen, die sich mit individueller Reifeentwicklung beschäftigen
- Pädagogisch, beratend oder analytisch Tätige
- Zuhörerinnen und Zuhörer, die an strukturellem Verständnis statt Meinungsbildung interessiert sind